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Ausbildungsinteressierte
AZUBIS UND ELTERN
Über uns erhalten Sie weiterführende Informationen zum dualen Ausbildungssystem. Unser Angebot richtet sich an (junge) Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte sowie an ihre Eltern oder Erziehungsberechtigten. Hier finden Sie Wissenswertes über die Chancen, die eine duale Ausbildung bietet und die verschiedenen Schritte hin zu einem Ausbildungsplatz – einfach erklärt. Eltern erfahren, wie sie ihre Kinder in diesem Prozess gut begleiten können.
Ausbildungsinteressierte mit Flucht- oder Migrationsgeschichte

Haben Sie schon von der dualen Ausbildung in Deutschland gehört? Wissen Sie, dass Sie die Wahl unter etwa 330 Berufen im dualen Ausbildungssystem haben? Wir möchten Sie dazu motivieren, diesen Berufsweg zu wählen. Die duale Ausbildung bietet besonders gute Zukunftsperspektiven in Deutschland. Sie sammeln von Anfang an Berufserfahrung und haben gute Chancen nach der Ausbildung im Betrieb übernommen zu werden. Sie erhalten während der Ausbildung ein Gehalt und am Ende einen anerkannten Berufsabschluss. Der Abschluss ist eine gute Basis, um sich später weiter zu qualifizieren, beispielsweise mit einem Studium oder mit einer Weiterbildung zum Meister.
Wir haben hier Informationen zusammengestellt, wie Sie eine passende Ausbildung finden und beginnen können.
Mein Weg in die Ausbildung
Meine Interessen
Als Ausbildungsinteressierter denke ich darüber nach, welche Fähigkeiten und Stärken ich habe. Welches Hobby macht mir Spaß? Was habe ich dabei gelernt? Mit diesen Fragen grenze ich ein, welche Branche oder welcher Beruf mich interessieren könnte. Ich nutze dazu auch den Fahrplan zum Beruf und den Online-Test der Bundesagentur für Arbeit (BA): CheckU.
Berufsrecherche
Im nächsten Schritt informiere ich mich über verschiedene Berufe und Ausbildungswege. Dazu besuche ich Websites wie meinBeruf.de um mehr über potenzielle Berufe zu erfahren. Hier werden ich z. B. auch darüber informiert, dass ich die Wahl zwischen der schulischen und der dualen Ausbildung habe. Wenn mich bestimmte Berufe besonders ansprechen, gehe ich auf BerufeTV. In diesem Filmportal kann ich mir noch eine genauere Vorstellung über bestimmte Ausbildungsberufe verschaffen.
Praktikum zur Orientierung
Wenn ich unsicher bin, welche Ausbildung zu mir passt, suche ich mir ein Praktikum. Dadurch kann ich überprüfen, ob mir ein Beruf gefällt und dem Betrieb zeigen, was ich kann. Um mich zu orientieren kann ich mehrere Praktika machen. Vielleicht werden ich nach dem Praktikum direkt in eine Ausbildungsstelle übernommen. Infos zum Thema Praktikum gibt es zum Beispiel bei meinBeruf. Meine Suche nach passenden Praktikumsplätzen beginne ich bei Sprungbrett Bayern.
Ausbildungsplatz finden
Wenn ich mich für einen Beruf entschieden habe, suche ich nach Ausbildungsstellen in meiner Region. Dazu kann ich verschiedene Websites nutzen. Die Bundesagentur für Arbeit (BA) stellt durch Ausbildungklarmachen ein Portal zur Verfügung, auf dem ich gezielt nach Ausbildungsstellen suchen kann. Es gibt auch eine Lehrstellenbörse der Industrie- und Handelskammer (IHK): meine-ausbildung-in-deutschland.de oder den Lehrstellenradar der Handwerkskammern.
Bewerbungsvorbereitung
Ich erstelle einen übersichtlichen Lebenslauf mit meinen persönlichen Daten sowie schulischen und beruflichen Stationen. Anregungen zum Schreiben bietet z. B. dasVideo des Goethe Instituts. Dann verfasse ich ein individuelles Anschreiben für jeden Ausbildungsbetrieb. Ich will dabei zeigen, warum ich für den Beruf geeignet bin und warum ich mich gerade für diesen Betrieb interessiere. Auch zur Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch kann ich ein interaktives Video nutzen. Auch auf meinBeruf finde ich Tipps für meine Bewerbung.
Weitere Informationen
Für Ausbildungsinteressierte haben wir ein Informationsblatt auf dem alle wesentlichen Vorteile der dualen Ausbildung zusammengestellt sind sowie eine Linkliste mit weiteren wichtigen Adressen, die bei der Berufswahl unterstützen können.
Eltern von Geflüchteten und Migrant*innen

Sie möchten, dass Ihre Tochter oder Ihr Sohn in Deutschland einen guten und sicheren Arbeitsplatz erhält? Sie wollen die Zukunftsperspektiven Ihres Kindes verbessern? Eine Berufsausbildung im dualen Ausbildungssystem ist ein guter Weg. In keinem Land Europas ist die Jugendarbeitslosigkeit geringer als in Deutschland. Das liegt auch an den Besonderheiten des deutschen Ausbildungssystems. Im dualen System werden Jugendliche in einem Betrieb ausgebildet und erhalten gleichzeitig regelmäßig Unterricht in einer Berufsschule. Durch die „Betriebsnähe“ der dualen Ausbildung gelingt der Übergang zu einem soliden Arbeitsplatz leichter, als wenn (junge) Menschen nur theoretisch in der Schule ausgebildet werden.
Wir informieren Sie, wie Sie die Berufswahl und Ausbildungsplatzsuche Ihres Kindes unterstützen können und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten der Förderung es gibt. Wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn über die berufliche Zukunft nachdenkt, könnte eine duale Ausbildung genau der richtige Weg sein.
Was können Eltern machen?
Informationen sammeln
Zunächst kann es hilfreich sein, Informationen über die duale Berufsausbildung in der eigenen Sprache zu finden. Wir empfehlen hier z. B. den KAUSA-Elternratgeber, den es in 17 Sprachen gibt. Auch die Online-Plattform #parentsonboard stellt Eltern und Erziehungsberechtigten viele Informationen zu Verfügung, um ihre Kinder bestmöglich auf dem Weg in die berufliche Zukunft zu begleiten.
Berufsmessen mit Ihren Kindern besuchen
Ein Messebesuch gemeinsam mit Ihrem Kind kann dabei unterstützen, einen passenden Ausbildungsweg zu finden. Die Seite BOBY ist eine wichtige Anlaufstelle zur Berufsorientierung und Ausbildung in Bayern: Hier sind viele Termine im Veranstaltungskalender zu finden.
Angebote der Berufsorientierung nutzen
In der Agentur für Arbeit können Kinder und ihre Eltern offen über das Thema Berufswahl sprechen. Viele junge Menschen möchten gerne von ihren Eltern begleitet werden. Sorgen Sie als Vater oder Mutter weiterhin dafür, dass das Thema „Berufswahl“ im familiären Alltag besprochen wird. Auf meinBeruf hat die Bundesagentur für Arbeit einen eigenen Bereich mit Informationen für Eltern eingerichtet.
Ein weiteres Instrument bei der Berufsorientierung kann der Berufswahlpass sein. Zu diesem gibt es auch eine Elternkarte, die auf zwei Seiten Wichtiges über die Inhalte, Elemente und Aufgaben des Berufswahlpasses zusammenfasst. Die Elternkarte gibt es in Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch, Persisch, Russisch oder Vietnamesisch.
sprungbrett bayern ist eine wichtige Online-Praktikumsbörse für Schüler*innen aller Schularten in Bayern. Dort finden Sie weitere Informationen zums Thema Berufsorientierung und die Rolle der Eltern.
Mit Ihrem Kind Zukunftsberufe und KI entdecken
Welche Berufe werden in Zukunft besonders gefragt sein? Informieren Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind über neue Berufsfelder, technologische Entwicklungen und neue Karrierewege. Der Job-Futuromat des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bietet z. B. einen anschaulichen Einblick in den Wandel der Arbeitswelt. Und klärt, wie stark Tätigkeiten in einem Beruf künftig automatisiert werden können?
Künstliche Intelligenz (KI) verändert viele Berufe und schafft neue Möglichkeiten. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie digitale Technologien die Arbeitswelt verändern und welche Kompetenzen künftig wichtig werden. Auf der Seite „Künstliche Intelligenz in der Arbeitswelt“ zeigt die Bundesagentur für Arbeit, wie KI Berufe verändert, welche neuen Tätigkeitsfelder entstehen und welche Kompetenzen künftig gefragt sind.
Ein Elternflyer in sechs Sprachen von lernen-digital.nrw zum Thema Eltern und Künstliche Intelligenz unterstützt Eltern dabei, das Thema KI besser zu verstehen und ihre Kinder beim verantwortungsvollen Umgang mit KI zu begleiten.
Wollen Sie mehr wissen?
Über den folgenden Link werden verschiedene Fragen einfach erklärt: Wie ist die duale Ausbildung organisiert? Welche Stellen sind zuständig? Welche Vorteile bietet die duale Ausbildung? ...