
Mit dem Veranstaltungsformat „Bewerben mit wenig Deutschkenntnissen – KI & Co.“ hat die KAUSA‑Landesstelle Bayern in den vergangenen Monaten zahlreiche Interessierte erreicht. Die einstündigen Kurzformate stießen auf großes Interesse: Teilweise nahmen über 100 Personen pro Termin teil.
Neben den Kurzformaten fanden am 24. März und am 23. April 2026 unsere beiden Online‑Workshops statt, die sich bewusst an kleinere Gruppen von 20 bis 30 Teilnehmenden richteten. Ziel war es, zentrale Inhalte nicht nur vorzustellen, sondern gemeinsam praktisch zu erproben und zu reflektieren.
Mehr Zeit zum Ausprobieren: Praxis statt reine Information
In den Workshops nahmen wir uns gezielt Zeit für das konkrete Arbeiten mit KI‑Tools im Bewerbungsprozess. Im Mittelpunkt standen unter anderem:
- das Erstellen und Überarbeiten von Anschreiben,
- das Testen unterschiedlicher KI‑Tools und deren jeweiligen Stärken und Grenzen,
- praktische Hinweise zur Formulierung guter Prompts,
- sowie die Einordnung von KI als Unterstützung für Menschen mit geringen Deutschkenntnissen.
Aus dem Feedback wurde deutlich, dass die Möglichkeit, Tools selbst auszuprobieren, für viele Teilnehmende besonders wertvoll war. Mehrfach positiv genannt wurden die praktischen Übungen, das systematische Kennenlernen verschiedener KI‑Anwendungen sowie der direkte Transfer in den eigenen Arbeitsalltag.
Zur Unterstützung des Austauschs kam in beiden Workshops zudem eine digitale Pinnwand zum Einsatz. Hier konnten die Teilnehmenden Fragen, Erfahrungen und Praxisbeispiele sammeln und miteinander teilen. Über die Pinnwand standen außerdem ein Arbeitsblatt zum Bewerbungsprozess mit KI sowie weiterführende Informationen und Links zum Download zur Verfügung, die viele Teilnehmende auch für die Nachbereitung nutzten.
Kleine Gruppen ermöglichen intensiven Austausch
Ein zentrales Ergebnis der Workshops: Die begrenzte Teilnehmendenzahl wurde als klarer Mehrwert wahrgenommen. Die Teilnehmenden hoben hervor, dass sie:
- individuelle Fragen einbringen konnten,
- konkrete Anwendungsbeispiele aus ihrer Arbeit diskutieren konnten,
- und sich gegenseitig zu Erfahrungen mit KI im Beratungskontext austauschten.
Die Zufriedenheit mit der Veranstaltung war insgesamt sehr hoch. In beiden Workshops bewerteten die Teilnehmenden sowohl den Aufbau als auch die Methoden überwiegend mit vier oder fünf von fünf möglichen Punkten. Auch die Dauer und der zeitliche Ablauf wurden nahezu durchgängig als „genau richtig“ eingeschätzt.
Reflexion und Weiterentwicklung ausdrücklich erwünscht
Neben viel positiver Rückmeldung enthielt das Feedback auch wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung des Formats, etwa den Wunsch nach:
- noch stärkerer Einbindung von Datenschutz‑Aspekten bei einzelnen Tools,
- kurzen Pausen bei längeren Arbeitsphasen,
- und einer weiteren Vertiefung einzelner Praxisbeispiele.
Diese Rückmeldungen fließen in die Planung zukünftiger Angebote ein.
Zwei Formate – ein gemeinsames Ziel
Die Erfahrungen aus den Veranstaltungen zeigen:
Die Kombination aus reichweitenstarken Kurzformaten und intensiven, praxisorientierten Workshops hat sich bewährt. Während die einstündigen Veranstaltungen einen niedrigschwelligen Einstieg ermöglichen, bieten die Workshops die nötige Tiefe, um KI‑gestützte Anwendungen sicherer und reflektierter im Berufsorientierungs‑ und Beratungskontext einzusetzen.
Weitere Informationen zu kommenden Veranstaltungen finden sich in unserer Infothek.









